Bio Suisse hat an der heutigen Delegiertenversammlung (DV) die beiden anstehenden landwirtschaftspolitischen Volksabstimmungen diskutiert. Die Delegierten sagen Ja zur Initiative „Schweiz ohne synthetische Pestizide“. Die Parolenfassung zur Trinkwasser-Initiative wurde auf die DV im April 2021 verschoben. Der Verband der Schweizer Bio-Bäuerinnen und -Bauern unterstützt die Umsetzung eines seiner zentralen Anliegen auf nationaler Ebene und nimmt mit diesem Votum die ganze Gesellschaft in die Verantwortung.

Auch Bio-Bäuerinnen und -Bauern sind besorgt über Pestizide im Trinkwasser, Biodiversitätsverluste und Klimawandel. Sie engagieren sich für und gegen die Trinkwasser-Initiative. Eine weitere Initiative – «Schweiz ohne synthetische Pestizide» – stösst auf viel Sympathie, vor allem auch in der Romandie. Nachdem die Politik ihre (Nicht-)Vorschläge zur Lösung der Probleme vorgelegt hat, wird die Delegiertenversammlung von Bio Suisse am 11. November 2020 die Parolen fassen. Der Vorstand schlägt ein Nein und ein Ja vor.

Die geplante Agrarpolitik 2022+ sollte eigentlich Antworten auf die wichtigen Fragen geben, welche durch verschiedene Initiativen aufgeworfen werden. Bio bietet gute Lösungen an und sollte eigentlich mehr gefördert werden. Nun ist die Agrarpolitik im Parlament vorerst auf die lange Bank geschoben worden. Welche Bedeutung haben nun die Initiativen?

Seit dem Jahr 2000 stagniert der besonders problematische Stickstoff-Überschuss auf hohem Niveau. Er hat viel mit offenen Kreisläufen, importierten Futtermitteln und Kunstdünger zu tun. Die Politik zögert. Bio kann viel