An der Delegiertenversammlung vom November 2019 verabschiedeten die Delegierten die Resolution “Gemeinsam den Wandel möglich machen”. Diese unterstreicht das Engagement der Bio-Bauernfamilien für eine ökologischere Landwirtschaft und fordert die Konsumentinnen und Konsumenten auf, mitzuziehen. Die Resolution im Wortlaut:

 

Wir Bio-Bäuerinnen und -Bauern verzichten aus Überzeugung auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger. Dazu ist ein umfassender, gesamtbetrieblicher Ansatz mit vielen Massnahmen nötig:

  • Wir hegen und pflegen den Boden. Dies ist die Grundlage für gesunde Nahrungsmittel.
  • Wir arbeiten mit vielfältigen Fruchtfolgen und fördern die Biodiversität mit ihren Nützlingen.
  • Wir züchten Tiere und Pflanzen, die widerstandsfähig sind.
  • Antibiotika werden nur im Notfall eingesetzt.
  • Unsere Richtlinien begünstigen betriebseigenes Futter.

Wir stellen fest: Bio funktioniert und kann eine Antwort auf die Initiativen sein.

Unsere 7’300 Bio-Bäuerinnen und -Bauern sind überzeugt: Der Biolandbau kann einen wichtigen Teil dazu beitragen, die landwirtschaftliche Produktion nachhaltiger zu gestalten. Dazu braucht es Massnahmen in der Agrarpolitik 2022+ und deutlich mehr finanzielle Mittel für Bio-Forschung und ökologische Züchtung.

Gemeinsam mit den Konsumentinnen und Konsumenten streben wir «mehr Bio» an. Daran arbeiten wir mit unseren Partnern in der Wertschöpfungskette. Und darüber stimmen unsere Konsumentinnen und Konsumenten täglich ab – mit dem Griff nach Bio-Produkten im Lebensmittelregal. Dies ist der einfachste Weg, um Mensch Tier und Natur zu mehr Gleichgewicht zu verhelfen.