(Basel, 11.11.2020) Bio Suisse hat an der heutigen Delegiertenversammlung (DV) die beiden anstehenden landwirtschaftspolitischen Volksabstimmungen diskutiert. Die Delegierten sagen Ja zur Initiative „Schweiz ohne synthetische Pestizide“. Die Parolenfassung zur Trinkwasser-Initiative wurde auf die DV im April 2021 verschoben. Der Verband der Schweizer Bio-Bäuerinnen und -Bauern unterstützt die Umsetzung eines seiner zentralen Anliegen auf nationaler Ebene und nimmt mit diesem Votum die ganze Gesellschaft in die Verantwortung.

Der Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide im Biolandbau ist gemäss den Richtlinien von Bio Suisse seit dessen Gründung vor bald 40 Jahren verboten. Die Initiative „Schweiz ohne synthetische Pestizide“ nimmt also ein zentrales Anliegen auf und fand entsprechend breite Unterstützung im Verband. Die vom Vorstand vorgeschlagene Nein-Parole zur Trinkwasser-Initiative fand hingegen keine Mehrheit in der Delegiertenversammlung. Stattdessen entschieden die Delegierten, die Parolenfassung auf die nächste Versammlung im April 2021 zu verschieben.

„Die heute spürbare Sympathie der Bio-Bäuerinnen und -Bauern für die Initiative zeigt, dass zur Landwirtschaftspolitik noch nicht alles gesagt ist. Ich verstehe das Votum auch als Appell an die Mitglieder des Parlaments in Bern: Übernehmen Sie Verantwortung. Deblockieren Sie die Agrarpolitik und treten Sie auf die Debatte um die AP22+ ein.“ erklärt Bio Suisse-Präsident Urs Brändli den Entscheid seiner Delegierten. Die vorgeschlagenen Absenkpfade Pestizide und Nährstoffüberschüsse seien mutig zu beschreiten. Wenn nicht, könnte die Stimmbevölkerung im Juni ein Machtwort sprechen, schaut Brändli voraus.

Den Schweizer Bio-Bäuerinnen und -Bauern ist klar: Für die aktuell drängenden Probleme mit Verlust der Artenvielfalt und Belastung der Umwelt aufgrund des Einsatzes chemisch-synthetischer Pestizide ist die biologische Landwirtschaft Teil der Lösung. Seit 40 Jahren macht sie vor, wie landwirtschaftliche Produktion im Einklang mit der Natur gelingt. Konsumentinnen und Konsumenten können schon vor den Abstimmungen vom 21. Juni 2021 für Besserung sorgen – mit dem Griff zu Bio-Produkten im Regal.

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David Herrmann, Verantwortlicher Medienstelle Bio Suisse
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